Hier werden in der nächsten Zeit Fachbegriffe aus dem Westernreiten
erklärt.
Westernreiten, was ist das überhaupt ?
Minimale Befehle, ein leiser Laut oder geringfügige Gewichts-
verlagerungen müssen genügen.
Westernreiten entstand aus der Notwendigkeit, von einem
Pferd aus, unterschiedlichste Arbeiten
zu verrichten z.B. Vieh treiben,
Zäune kontrollieren und dies stundenlang.
Melanie mit Nazeera auf einer Uli auf Nakatomi mit
Plane mit losem Zügel

Die Pferde müssen so ausgebildet sein, dass sie auf kleinste Hilfen
reagiern. Es ist eine Reitweise am losen Zügel und mit einer Hand,
schließlich wird die andere Hand zur Arbeit benötigt.
Ab einem Alter der Pferde von fünf Jahren, ist die einhändige Zügel-
führung auf Turnieren vorgeschrieben.
Das Pferd bekommt die Kommandos durch fein aufeinander ab-
gestimmte Hilfen, bestehend aus Stimme, Zügel, Gewicht und Schenkel.
Bei der gewünschten Reaktion des Pferdes, wird es durch nicht weiteres
Einwirken belohnt. Weitere Ausbildungsziele sind Ruhe und Gelassenheit
der Pferde, ohne abgestumpft zu sein.
Grundsätzlich kann jedes Pferd zum Westernreitpferd ausgebildet
werden, doch für bestimmte Turnierdisziplinen bedarf es Talent
von Reiter und Pferd, sowie jahrelanges Training und viel Praxis.
Das Quarter Horse bietet durch jahrelange Zucht und Selektion
natürlich besonders gute Voraussetzungen z.B. für die Reining.
Aber, ob edele Araber oder bodenständiger Haflinger, eleganter
Hannoveraner oder niedliches Pony, jedem Pferd können die
Grundlagen des Westernreitens, bei richtiger Ausbildung,
beigebracht werden.
Score
Scores sind die Punkte, die ein Reiter nach der Prüfung erritten hat.
Ausgehend von 70 Punkten, ziehen der oder die RichterInnen entweder
Punkte ab oder zählen dazu. Mindestens werden 0,5 Punkte, höchsten 1,5
Punkte zu- oder abgezogen. Bei der Durchführung eines korrekten
Manövers, ohne Fehler und Höhepunkte, wird dies
mit 0 bewertet, also der Reiter geht mit einem guten Ritt mit 70 Punkten
aus der Prüfung heraus.
Zusätzlich kann der Reiter noch Strafpunkte bekommen s.g. Penaltys
z.B. Kreuzgalopp oder beim Trail Anstoßen an einer Stange.
Dieses Richtsystem wird bei der Reining, Trail und in verschiedenen
Rinderklassen angewandt.
Turnierdisziplinen:
Reining
Die Dressur im Westernreitsport, ist auch die Königsdisziplin.
Ausschließlich im Galopp geritten, wird das punktgenaue Umsetzen,
die Perfektion und das Tempo der geforderten Manöver bewertet.
Der Sitz des Reiters interessiert nicht, allerdings werden
grobe Einwirkungen z.B. starker Sporeneinsatz, öffnen des Mauls mit
Fehlerpunkten geahndet bis hin zu einem no score.
Die Reining setzt sich aus verschiedenen Manövern zusammen, welche
Manöver wann geritten werden geht aus der Pattern (Aufgaben)
hervor, die den ReiterInnen vor der Prüfung bekannt gegeben werden.
Enthalten sind schnelle und langsame Zirkel, die perfekt rund und mit
kaum sichtbaren Übergängen geritten werden.
Zwischen den rechten und linken Zirkeln wird
ein fliegender Galoppwechsel gefordert, bei Einsteigerklassen ein
einfacher.
Maike mit Henk auf dem Zirkel
Maike mit Lyns last Whiz
beim sliding Stop

Der Run Down endet in einem Sliding Stop, das Pferd gleitet auf der
Hinterhand, während die Vorderbeine weiterlaufen.
Der Roll Back ist eine 180 Gradwendung auf der Hinterhand.
Spins sind 360 Grad Drehungen auf der Hinterhand, deren Anzahl
max.4,5 sind, die ebenfalls in der Pattern festgelegt werden.
Uli mit Mahagon beim Spin

Back Up ist das Rückwärtsrichten des Pferdes, je flüssiger,desto besser.
Die Reining ist der Traum der meisten WesternreiterInnen, sie setzt
Mut, Können und ein dafür talentiertes Pferd voraus.
Es reicht nicht, die Pferde zu lenken, sondern jede Bewegung muss
von dem ReiterIn kontrolliert werden.
Auf Grund des Tempos, zumindest in den hohen Klassen, ist die
Reining bei Zuschauern sehr beliebt.
Texte Bilder
Christiane Friedrich Ralf Friedrich
Marion Höschler Marion Höschler
Ruth Schonauer
Christiane Freidrich
Carola Toischel